Das Geschehen im drumherum

Töpfer

Typisch für das Dorfgeschehen in Badorf sind außer den Klüttenarbeitern die Töpfer. Seit alter Zeit wird in Badorf das Handwerk der Töpferei betrieben. Die mittelalterliche Bezeichnung Uhler oder Euler für diese Handwerker findet sich noch in Straßenbezeichnungen wie „Uhlstraße“ in Brühl und „Eulerhüttenweg“ in Walberberg. Sie ist aus dem lateinischen Namen „Olla“ für Krug, Topf entstanden. Durch Ausgrabungen sind an verschiedenen Stellen Reste von Brennöfen freigelegt worden. In der Zweigstelle der Kreissparkasse in Pingsdorf findet sich eine sehr gute Dokumentation über die Tonwarenherstellung und den Export dieser Waren.
Dieses Handwerk kommt der schöpferischen Tätigkeit Gottes bei der Schaffung der Welt am nächsten. Wir lesen:

1. Mose 2, 7: „Und Gott der Herr formte den Menschen aus Erde vom Acker...“

Wenn mit dem Kommen Jesu in diese Welt der Beginn der neuen Schöpfung zusammenfällt, so haben die Töpfer von Badorf an der Krippe zu Recht ihren Platz.

Brot und Wein

Psalm 104, 15 Der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.
In Psalm 104 wird das Lob Gottes des Schöpfers gesungen, das sich im Blick auf seine Werke nahe legt. Der Vers 15 zählt bei den guten Gaben Gottes den Wein und das Brot auf. So ist es richtig, dass an der Krippe in Badorf in einer Szene auch Menschen am Anbau von Getreide und Weintrauben arbeiten. Nicht zufällig sind hier Zisterzienser bei der Arbeit zu sehen, denn das Zisterzienserinnen-Kloster Mariabenden in Brühl-Heide und das Zisterzieneser-Kloster Walberberg waren in Badorf begütert. Ein Mönch kniet zum Gebet am Bildstock. Es soll deutlich werden, dass Arbeit und Gebet zusammengehören und ungestraft nicht eines von beiden ausgelassen werden kann.
Hier wachsen nicht nur die Früchte des Feldes, sondern auch die Elemente des Abendmahls: Brot und Wein, womit der Bogen vom Schöpfer der Welt zum Erlöser in der Krippe geschlagen ist.

Weinbau

Johannes 15,5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“

An der Kirche wächst ein Weinstock. Das ist ein Hinweis auf die Tatsache, daß in Badorf bis zum Anfang diesen Jahrhunderts Weinbau üblich war. Die Straßenbezeichnung „Wingertsberg“ erinnert noch heute daran. Bei der Krippe wird natürlich auch an das Christuswort zu denken sein. „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Ebenso wird an dieser Stelle auf den Kelch der Abendsmahlsworte verwiesen. Beim Eingang in die Kirche ist schon eine Kiste mit Wein als Abendmahlswein angeliefert worden. Die Etiketten tragen die Herkunftsbezeichnungen Badorf, Walberberg und Jakobsberg.

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